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Montag, 5. Juli 2010

Urlaub

An Faulheit kann man sich gewöhnen.
Vom Urlaub kriegt man nie zuviel.
Da muss man nicht vor Arbeit stöhnen.
Man ändert seinen Lebensstil.

Man fernseht lang - bis in die Puppen.
Und schläft sich wieder richtig aus.
Man nimmt sich Zeit, wenn Sterne schnuppen.
Und sitzt in seinem Schneckenhaus.

Der Alltag geht an uns vorüber.
Es kratzt schon der drei-Tage-Bart.
Doch Stress und auch das Lampenfieber,
die bleiben uns zum Glück erspart.

Das Soll, das Muss und die Verpflichtung,
die ruhen auf dem Altenteil.
Es fehlt uns nämlich eine 'Dichtung'.
Wir frönen unsrem Seelenheil.

Doch irgendwann, da schlägt die Stunde.
Der Jahresurlaub aufgezehrt.
Man gongt dich in die nächste Runde.
Der Wermutsbecher wird geleert.


© Roman Herberth